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Ausschreibungen
Geschrieben von: Jürgen Olejok   
Montag, 09. Oktober 2006 um 07:49 Uhr
Ausgabe 14 / Winter 2010

 

Themenschwerpunkt: Schnee

War für eine Menge Schnee dieses Jahr! Autobahnen gesperrt, Dörfer abgeschnitten,  ein Haufen  Schrott auf den Straßen und Versicherungsmakler mit Herzinfarkt. Sogar Kolumbien hatte Schnee – naja, haben sie immer, aber eine andere Sorte. Schnee ist in aller Munde... oder in Nasen, je nach Vorlieben. Selbst Durs Grünbein Romangedicht über den Mathematiker Descartes handelt vom Schnee. Da kann man ja blind werden, obwohl Schneeblindheit nur durch Reflektion entsteht.

Die Eskimos kennen hundert verschiedene Wörter für Schnee – sagt man, ist aber nicht wahr, denn das liegt daran, daß es hundert verschieden Dialekte rund um den Pol gibt. Die Tuareg haben ebenfalls hundert Dialekte, aber keinen Schnee. Pech gehabt. Schnee dämpft nicht nur die Alltagsgeräusche, sondern auch den Alltag. Alles wird langsamer, außer der Verbrauchszähler für die Heizung. Irgendwann hat man die Schnauze voll vom Schnee... und wünscht sich die globale Erwärmung herbei. Dann wäre alles Schnee von gestern.

Wir erwarten also eiskalte Texte über Koks, Schneemänner, Schneewittchen, weiße Dekolletees, Eierschnee, Gletscherspalte, Iglu (ohne Rahmspinat, aber mit richtig Blubb), Inuit, Arktis, Antarktis, Global Warming, Eiszeit, Ötzi usw. usf. Wir suchen Gedichte, Sketche, Sprüche, Kurzgeschichten, Dialoge, kurz: Alles, was richtig gut ist und Bumms hat. Eingeschlafene und/oder kalte Füße haben wir selber.

Einsendeschluss für Beiträge zu diesem Thema ist der 01. Oktoberl 2010
Infos für Autoren finden sich hier.

 

Ausgabe 15 / Sommer 2011

Themenschwerpunkt: Alles Lüge

Heute schon eine Geschichte erzählt? Eine wahre Geschichte? Oder das Erlebte ein wenig aufgemotzt; die Pointe etwas tiefer gelegt oder dem Drumherum einen leuchtenden Lack verpasst? Ist normal. Wer möchte schon eine langweilige Geschichte hören. Oder den profanen Grund, warum man heute zu spät gekommen ist. Besser ist, wenn ein Alien mitten auf der Autobahn gelandet ist, weil sein vierdimensionales Navi behauptet, er wäre kurz vor der Ausfahrt zum Jupiter. Naja, vielleicht ein bisschen zu extrem, aber schon die alten Seefahrer konnten Geschichten spinnen, die, obwohl sie weitgehend erdacht waren, gern ihre Zuhörer fanden. Wir hören und lesen gerne Storys, die uns eine Pause im Alltag gönnen. Am liebsten solche, die im Alltag passieren. Hätte ja auch einem selbst passieren können, wenn man nicht so ein schlechter Lügner wäre.

Lügen haben kurze Beine sagt der Volksmund. Recht hat er, aber die Blondine mit der vermeindlichen Autopanne hatte sehr lange Beine. Wer lügt, dem glaubt man nicht mehr. Warum glauben wir dann noch den Politikern? Lügen alle, die nüchtern sind, weil die Wahrheit im Geist des Weines liegt? Lug und Trug sind die Motoren der Wirtschaft. Behaupten viele. Das ist eine glatte Lüge, sagen die, die damit Geld verdienen. Beim Lügen erwischt worden? Nicht schlimm, wenn die Lüge gut ausgearbeitet ist. Wirkt dann glaubwürdiger. Was wäre unser Leben ohne Notlügen? Wahrscheinlich gehässiger.

Ob lustig, traurig oder einfach nur originell, aber bitte so konstruiert, daß man dreimal darüber nachdenken muß, an welcher Stelle gelogen wurde. Und zwar so, daß sich die Balken biegen. Lügt uns an - in Form von Prosa, Lyrik und anderen Textformen. Wir glauben alles.

Einsendeschluss für Beiträge zu diesem Thema ist der 15. April 2011
Infos für Autoren finden sich hier.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 05. Mai 2010 um 17:46 Uhr