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Vorgestellt - Das Amarna-Grab von Jacob Nomus
Geschrieben von: Administrator   

Wenn ein bis dahin ziemlich unbekannter deutscher Autor seinen Debüt-Roman in einem Kleinverlag präsentiert, geht es fast immer im Rauschen der jährlichen Buchveröffentlichungen unter. Ehrlicherweise muß erwähnt werden, daß man meist von einem hinnehmbaren Kollateralschaden im Bereich Informationsdefizit sprechen kann, denn viel zu oft sind diese Nischenbücher von zweifelhafter Qualität in Bezug auf handwerkliches Können und stilistischer Ausdruckskraft.
Ganz selten liefert ein Noname ein Werk, daß man genauer unter die Lupe nehmen sollte.
Die vielzitierte Ausnahme von der Regel präsentiert uns Jacob Nomus mit seinem Roman-Erstling Das Amarna-Grab, der nicht nur ungewöhnlich gut geschrieben ist, sondern auch inhaltlich überzeugen kann.
Verschwörungstheorien haben nicht erst seit Dan Brown Hochkonjuktur und der Buchmarkt lechzt geradezu nach neuen ideen und Geschichten in diesem Bereich. Die Masse an Veröffentlichungen folgt brav der prominenten Vorgabe; ein, zwei Ungereimheiten aus der Schatulle der Weltreligionen, dazu ein hetzender Plot über mindestens zwei Kontinente und alles verpackt in coole Düsternis. Ein einfaches, aber auch spätestens nach dem dritten Showdown, recht ermüdendes Szenario.
Jacob Nomus geht es anders an. Ruhig und mit einer wissentschaftlich fundierten, fast dokumentarisch anmutenden Präzision, erzählt er eine Geschichte, die sich mit den zwei größten Fragen des Christentums beschäftigt - die jungfräuliche Geburt und die Wiederauferstehung von Jesus Christus. Und Nomus liefert eine Theorie, die so einfach ist, daß man sich am Ende des Romans fragt, warum man diese zwei Ereignisse nie aus dieser vernünftigen und nachvollziehbaren Sichtweise betrachtet hat. Dazwischen lernt der Leser etwas über die ägyptische Geschichte, wird mit einer anderen Version der Kreuzigung am Passahfest konfrontiert und verfolgt in drei auseinanderliegenden Zeitabschnitten das recht spannende Zusammenlegen eines Puzzles, dessen Ergebnis nach heutigen Erkenntnissen die mysteriösen Geheimnisse einer Weltreligion fast logisch erklärt. Viel besser kann man das kaum umsetzen.
Das Amarna-Grab - die Rezension zum Buch auf leseattacke.de; eine spezielle Webseite zum Roman findet man unter dieser Adresse.

UPDATE:

Das Qualität der Garant für den Erfolg ist, beweist die Geschichte um die Veröffentlichung des Romans. In einem Artikel des Newsticker wird darüber berichtet, welche Wege der Autor einschlug, als ihm von Großverlagen die Absagen ins Haus flatterten. Auch auf eine nicht unwichtige Tatsache für Neuautoren wird im Artikel ebenfalls eingegangen - das Feedback mit den Lesern im Netz. Zum Artikel kommt ihr über den Link zum dernewsticker.de