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Geschrieben von: Jürgen Olejok
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Mittwoch, 16. November 2011 um 20:19 Uhr |
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Abseits der kontrovers diskutierten Meinungsschlachten pro oder contra Hörbuch, ist es immer wieder interessant, wie Autoren ihre Werke in Lesungen präsentieren. Das berühmte "Kopfkino", ein Effekt, der individuell beim Lesen auftritt und nicht unwichtig für die persönliche Einschätzung eines Buches ist, findet beim Zuhören nur bedingt statt. Dafür entlohnt die Erfahrung, wie der Autor selbst seinen Text sprachlich interpretiert und dieser Umstand führt oftmals zu einem besseren Verständnis des Inhalts. Betonung und Sprachgebrauch werden zum ergänzenden Teil der benutzten Stilistik - prinzipiell ein Gewinn für den literaturinteressierten Zuhörer. Leider begegnet man bei Lesungen von Literaturzeitschriften und ähnlichen Veranstaltungen nur einem Bruchteil der interessanten Gegenwartsautoren. Das Projekt www.lesungen.net, eine Zusammenarbeit zwischen dem literarischen Colloquium Berlin (LCB) und dem Literaturhaus Basel, hat nun begonnen, einen repräsentativen Querschnitt der Gegenwartsliteratur und ihrer Autoren dem geneigten Hörer zur Verfügung zu stellen. Dabei sind auch die Veranstaltungen "Studio-LCB", die in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk produziert und ausgestrahlt wurden. In Zukunft sind auch Lesungen der Literaturhäuser Basel und Wien als Podcast geplant und werden zeitnah hinzugefügt. Ein durchaus lohnenswerter Anlaufpunkt im weltweiten Netz, um "seinen" Lieblingsautor einmal in Einheit mit seinen geschriebenen Worten zu erleben.
Lesungen.net - Literatur zum Nachhören
Weitere Hörproben, sowie ein umfangreiches Autorenlexikon und Informationen zu Stipendien, Autorenförderung und Literaturpreisen, findet man auf www.literaturport.de, einer weiteren Webpräsenz des LCB. Einen intensiven Blick wert sind hier auch die -Literatouren-, kleine, informative Ausflüge in die Landschaft und die Geschichte von Berlin/Brandenburg und dem Ruhrgebiet.
Literaturport - Webpräsenz des LCB
Weitere Informationen zum literarischen Colloquium Berlin findet man unter www.lcb.de/ueberuns |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. November 2011 um 20:32 Uhr |
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Es "geistert" in der Redaktion ... |
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Geschrieben von: Jürgen Olejok
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Sonntag, 18. September 2011 um 11:50 Uhr |
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Manchmal haben wir von der Redaktion richtig Spaß beim Lesen der Einsendungen und es mag durchaus am Thema liegen, dass es dieses Mal ein besonderes Vergnügen ist, den Geschichten und Texten zu folgen. Von klassisch bis experimentell, von Wortakrobatik bis zur reinen Prosa, von Altautoren bis schreibenden Jungspunden - fast alle haben uns mit ihren Texten den gewünschten und erhofften Schauer präsentiert. Manchmal versteckt, manchmal offensichtlich, wurde der "Geist" in der Literatur heraufbeschworen und oftmals standen wir am Ende einer Geschichte verblüfft da. Das ist schon eine Leistung, gestandene Leser wie uns zu überraschen und wir möchten uns ganz herzlichst bei allen Einsendern bedanken. A propo Jung und Alt - die jüngste Teilnehmerin, bei dieser und allen anderen bisherigen Ausschreibungen von Asphaltspuren, ist Saskia Sophie Martens. Dass sie sich, gerade mal 13 Lenze zählend, mit gestandenen Autoren und Autorinnen "anlegt", ist bewundernswert, zumal wir wissen, dass viele Autoren tatsächlich Angst davor haben, uns einen Text zuzuschicken. Ein Fakt, der uns selbst verwundert, weil wir alles andere als garstig sind oder selektiv nach prominenten Namen angeln. Saskia hat es versucht - Chapeau sagen wir und zollen der jungen Dame Respekt. Mit dem gleichen Respekt haben wir einigen Autoren, deren Texte uns lange vor der Deadline erreichten, unsere "Verbesserungswünsche" mitgteilt. Oft wurde dem Wunsch nachgekommen und aus halbfertign Skripten wurden Texte, die in der nächsten Printausgabe zu finden sind. Dieser Umstand sollte vielleicht den Autoren und Autorinnen zu denken geben, die ihre Texte kurz vor der Deadline einreichen. Wenn er gut ist, muß man darüber nicht diskutieren, aber einige Einsendungen, die uns kurz vor Torschluß erreichten, hätten eine Überarbeitung verdient bzw. nötig gehabt. Damit wäre auch die Chance einer Veröffentlichung deutlich höher gewesen.
Zur Zeit sichten wir noch, wobei wir gewohnheitsmässig mit der letzten Woche anfangen und uns dann nach vorne durcharbeiten. Das Ergebnis geben wir, wie gewohnt, in den nächsten 14 Tagen hier auf der Webseite bekannt.
Danke für eure Mühe und Arbeit.
Die Redaktion |
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 18. September 2011 um 15:59 Uhr |
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ASP 16 - die Autoren stehen fest |
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Geschrieben von: Jürgen Olejok
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Samstag, 08. Oktober 2011 um 14:41 Uhr |
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Diesmal hat es etwas länger gedauert, aber die zahlreichen Einsendungen kurz vor der Deadline haben uns etwas aufgehalten. Nun ist es aber entschieden und in der kommenden Printausgabe Asphaltspuren 16 sind folgende Autorinnen und Autoren dabei: Peter Suska-Zerbes, Alex Dreppec, Vincent Voss, Nicole Makarewicz, Stefan Tetzlaff, Klaus Roth, Walther Stonet, Friedericke Stein, Paul Baldauf, Anika Sawatzki, Wolfram Schumann, Cornelius Radtke, Olaf Lahayne, Jochen Stüsser-Simpson, Andreas Kimmelmann, Iris Hoppenbrock, Frank Wallner, Chenila Booker, Simon Reinhard und Rene Oberholzer. Ergänzt werden die Texte mit Buchbesprechungen und Interviews, darunter ein Gespräch mit Pia Helfferich zum Thema Schreiben.
In den nächsten Tagen werden wir uns mit den hier genannten Autoren/innen per Mail in Verbindung setzen. Bei allen anderen Autoren/innen, die dieses Mal nicht berücksichtigt wurden, bedanken wir uns für ihre Einsendungen und hoffen, dass sie sich auch weiterhin an unseren Ausschreibungen beteiligen werden. Es gibt immer ein nächstes Mal... und die nächste ASP-Printausgabe kommt ganz bestimmt.
Die Redaktion |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 08. Oktober 2011 um 14:47 Uhr |
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Geschrieben von: Jürgen Olejok
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Sonntag, 28. August 2011 um 12:16 Uhr |
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Das ist die maximale Länge für einen Tweet, den Microblogger in die Internet-Welt jagen, wenn sie etwas mitteilen. Und während sich die Internet-Koryphäen über Sinn und Unsinn von twitter in Foren streiten (meist mit einer beachtlichen Menge von "Followern" im Schlepptau), versuchen Andere, das Medium für sich zu nutzen. Abseits von den eingetretenen Pfaden der Nachrichtenverbreitung loten sie die Möglichkeiten dieses Dienstes aus und immer, wenn etwas Neues entsteht, staunt der Laie und der Fachmann ist erst einmal verblüfft. Twitteratur nennt sich eine neue Art der Kurzgeschichten-Präsentation, die sich langsam, aber sicher, nicht nur bei bekennenden Nerds Aufmerksamkeit verschafft. Das Kunstwort, gebildet aus twitter und Literatur, suggeriert den Inhalt - Literatur auf 140 Zeichen. Geht das überhaupt? Geht gut, behauptet Florian Meimberg und verbreitet über seinen twitter-Account tiny_tales seine Ultrakurzgeschichten - ganze 140 Zeichen lang. Wer nun glaubt, dass so ein Kurztext für einen guten Autor kein Problem darstellt, der liegt vollkommen falsch. Gerade die Begrenzenung auf so wenige Zeichen verlangt eine ausgereifte Formulierungskunst, um den Sinn (oder auch die Pointe) dem Leser wirksam zu präsentieren. Kostprobe gefällig? Dass 37 Planeten genau in einer Linie aufgereiht waren, kam nur einmal in 146 Mio. Jahren vor. Grinsend griff Gott zu seinem Billard-Queue. * oder Die Münze landete auf seinem Handrücken. Zahl. Carl Benz seufzte. Das Automobil also. Er zerknüllte die Skizze mit dem Teleporter. * oder auch: David atmete flach. Er schwitzte. Wie vor jedem Flug übermannte ihn die Panikattacke. Er räusperte sich. "This is your captain speaking" * Zugegeben, es sind die "pointierten" Texte von Meimberg, die hier als Beispiel herhalten, aber gerade auf eine Pointe zugeschnittene Kurztexte erfordern ein Timing, an dem sich so mancher prominenter Erste-Liga-Autor ein Beispiel nehmen sollte. Sicherlich wäre es vermessen, Literatur lediglich an Effekten oder Pointen zu messen, denn für das geschriebene Wort gilt oftmals: der Weg ist das Ziel. Geschliffener Stil und mitreissende Storykonstruktion sind und bleiben das Pfand für eine lesenswerte Geschichte. Aber die Twitteratur besitzt eine eigene Kraft, die durchaus das Rüstzeug besitzt, um als Sparte des geschriebenen Wortes einen Trend zu überleben.
Und weil auch der altehrwürdige Buchhandel aktuelle literarische Themen und Strömungen mittlerweile nicht mehr in halbjährlichen Schritten verpennt, hat sich der Fischer-Verlag gleich mal die Erstrechte an Tiny Tales gesichert. Erscheinen wird das Buch mit Micro-Storys von Florian Meimberg im Oktober.
(http://www.amazon.de/Auf-die-Länge-kommt-Geschichten/dp/3596192374/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1314539282&sr=8-1)
Mehr online-Texte von Florian Meimberg auf http://twitter.com/#!/tiny_tales * Copyright by Florian Meimberg
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. August 2011 um 18:24 Uhr |
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